Lesbische Geschichten

„Oh, gern. Tut mir leid, wenn ich ..."
Vanessa war bereits wieder im Badezimmer verschwunden.
Das Wasser war jetzt lauwarm. Aber
es war immer noch schön, in der Badewanne liegen
zu können, und eine wundervolle Ruhe überkam
sie.
„Vanessa?"
„Mmmmm ...?"
„Ich hab' deinen Drink gemacht. Kann ich reinkommen?"
„Komm rein! Es ist nicht abgeschlossen."
Das einfältige Geschöpf mit dem affektierten Lächeln
trat ein. Sie war mollig und hatte ein Kindergesicht
und sie verbarg die Bewunderung nicht,
als sie zur Badewanne blickte. „Du siehst so schön
aus", murmelte sie, gab Vanessa den Drink und
lehnte sich dann an die Wand. „Du bist immer
schön, Vanessa. Ich — ich habe nie jemanden gekannt
wie dich."
„Deine Libido tritt zutage, Schätzchen." Vanessa
glitt tiefer in die Badewanne, nur ihr Kopf und
die Hand, die das Glas hielt, waren über dem
Wasser. „Aber ich hoffe, du bist nicht hergekommen,
um was mit mir zu machen, nicht so früh
am Tag. Du hast doch irgend etwas vor, oder?"
„Ich . . . nun ja. Aber wenn ich dich so sehe . . ."
„Na und? Du hast mich doch schon oft nackt gesehen."
„Stimmt. Aber nicht oft genug. Kannst du mir
verübeln, daß ich so scharf auf dich bin? Ich kann
7eben nicht anders sein. Soll ich dir vielleicht den
Rücken waschen?"
„Hör auf! Du würdest wahrscheinlich zu mir in
die Badewanne springen, und ich würde mit dem
Bad nie fertig werden. Ich habe heute eine Menge
zu tun, Hortense. Ich fahre in die Stadt, um ein
neues Dienstmädchen zu engagieren."
„Ein neues? Ein MädchenT
„Natürlich. Was denn sonst? Du kannst dir sicherlich
denken, was für eine Art Hilfe ich einstellen
weide."
„Vanessa — sei doch nicht so. Jung?"
„Jung genug. Warum? Warum bist du so neugierig?"
„Du solltest lieber sagen: neidisch. Ich denke immer
an dich und an all diese Mädchen da draußen
in dem großen Haus. Sagt denn dein Mann
nichts über —"
„Du bist doch neugierig, Süße. Warum interessierst
du dich plötzlich so sehr für mein Privatleben,
wie?"
„Ich — ich weiß auch nicht. Ich interessiere mich
eben. Das ist alles." Verlegen zuckte Hortense mit
den Achseln. „Nun, ich meine, daß es mehr als
das ist. Jetzt, da mein Sohn wieder im Internat
ist, dachte ich, vielleicht . .
„Hey, versuchst du mir etwas einzureden? Wolltest
du mich deswegen unbedingt heute sehen?
Lädst du dich gewissermaßen selbst in meine
Wohnung ein?"Das rosige Gesicht der Frau wurde dunkelrot.
„Mußt du denn immer so darüber reden?"
„Quatsch! Du bist eine Schwule. Los, Schwule,
was soll das alles? Rück endlich mit der Sprache
heraus! Du meinst, du bist hergekommen in der
Hoffnung, eingeladen zu werden?"
„O ja. Ich hab's doch gesagt, nicht wahr? Wie
wär's denn, Vanessa, du weißt, wie sehr ich mich
danach sehne. Ronnie ist in der Schule, und ich
bin auf Monate hinaus allein. Hast du nicht ein
bißchen Mitleid mit einer armen alten Witwe?"
„Arme alte Witwe — ha! Was ist los? Hast du dein
ganzes Geld verpraßt?"
„Geld oder nicht — ich bin trotzdem einsam. Du
wolltest die Wahrheit wissen, und ich habe sie
dir gesagt. Was soll ich mehr sagen? Muß ich mich
vor dich hinknien und dich darum bitten?"
„Ich werde darüber nachdenken. Jetzt hör erst
mal mit dem Quatsch auf und gib mir ein Handtuch,
ja?"
Hortense nahm die beiden Gläser, trug sie hinaus
und hielt Vanessa dann ein großes Badetuch
hin. Vanessa stieg aus der Badewanne, stellte die
Füße auf die Matte und hielt sich an Hortenses
Schulter fest.
„Danke, Liebling. Du bist wirklich hilfsbereit."
„Ich — ich helfe dir doch gern."
„Wirklich? Nun, in diesem Falle . . Vanessa lächelte
über den verliebten Ausdruck auf dem Gesicht
der dicken Frau, sie senkte die Arme undließ das Badetuch herunterrutschen. Dann sagte
sie ungeduldig: „Willst du mich nicht abtrocknen?"
Hortenses Atem ging schneller, als sie es tat. Das
flauschige Badetuch kratzte ein wenig und war
zugleich ein Streicheln, das Vanessas vom Baden
warmen Körper zu erregen begann. Sie blieb bewegungslos
stehen, als das Badetuch sich weiter
öffnete und die Haare über ihren wundervollen
Oberschenkeln enthüllte.
„Hortense ..."
„Mmimmm?"
„Wegen dieser Einladung. Möchtest du wirklich
kommen?"
„Ja. Sehr sogar."
„Es wird ziemlich verrückt zugehen."
„Na und? Ich bin keine Spielverderberin. Je verrückter,
desto besser, soweit es mich betrifft."
„Ich werde es mir überlegen."
„Okay, okay. Ich bettle nicht darum."
„Tu's lieber."
„Wie? Was soll ich tun?"
„Mich darum bitten."
„Vanessa! Was hast du vor —"
„Du sollst mich darum bitten, indem du dich hinkniest
und mir zeigst, daß du keine Spielverderberin
bist. Und was die Einladung angeht, du
kannst kommen, wenn du willst — nicht sofort,
aber in ein oder zwei Wochen. Und um vom
Kommen zu sprechen ..."
…
„Oh! Äh, sag mal, Beth, gehört Vanessas Mann
auch zu der Familie? Macht er jemals mit, wenn —"
„Mist! Nun sprichst du schon wieder von ihm.
Hör zu, Baby, vergiß ihn; er ist ein Mann und hat
einen Schwanz, er hat ein Ding, das zwischen
seinen haarigen Beinen herunterhängt — ein brutales
Ding, so wie es alle Männer haben, sie sind
doch bloß egoistisch, und bei ihnen ist man so
sicher wie bei einer geladenen Kanone; ein wirklicher
Störenfried, nicht so harmlos wie wir anderen.
Er hat einen Bolzen zwischen den Beinen,
damit spritzt er in die Bäuche der armen Mädchen.
Und dann macht er sie schwanger, hörst du,
schwanger, aber was zum Teufel, das ist das Problem
seiner Frau und nicht unser Problem, wir
wollen keinen Saft in den Bauch gespritzt bekommen.
Soll er sich selbst ficken. Soll er sich
einen ab wichsen. Warum Ärger auf uns nehmen,
stimmt's?"
„Bitte . . Eileen sprach mit gepreßter Stimme,
ihre Wangen hatten sich bei den rüden Worten
gerötet. „Ich verstehe, was du mir sagen willst.
Ich verstehe wirklich, danke. Aber mußt du so
vulgär sein? Eine schreckliche Sprache . .
Beth grinste nur. „Oh, sei doch nicht so empfindlich."
Ihr Grinsen wurde stärker und dann riß sie
die Augen auf. „Hey, du bist ja rot geworden. Ich
will verdammt sein, du bist wirklich rot geworden."
Dann, fast liebevoll: „Es tut mir leid, Darling,
ich wollte dir nicht weh tun — aber du
mußt dich daran gewöhnen, alle hier in Haus reden
manchmal so. Aber sprich nicht mehr von
ihm, okay? Wir können uns über viel hübschere
Dinge unterhalten. Und über bessere, ja?"
Sie fummelte am Knoten ihres Bademantels herum.
„Komm, Eileen, es ist Zeit, die Ware auszupacken."
„Nein, es wäre Debbie gegenüber unfair."
„Scheiße, hör mit dem Quatsch auf, ja? Kümmere
dich nicht um Debbie — was sie nicht weiß, macht
sie nicht heiß. Außerdem gehört sie mir, verstehst
du, sie gehört mir, so ist das zwischen uns. Sie gehört
mir. Sie ist mein Eigentum, und sie behandelt
mich mit dem gebührenden Respekt. Sie würde
nie wagen, etwas zu kritisieren, was ich tue.
78Jetzt sind wir beide zusammen, warum sollen wir
uns um sonst jemanden kümmern?"
„Sie — sie gehört ganz dir?"
„Genau das habe ich gesagt."
„Aber das ist unmöglich. Beth, du kannst doch
nicht —"
„All right, dann ist es

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

Passende Artikel