Peitschenspiele

Ein besonderer Roman: Peitschenspiele

Zur Erstausgabe 1969 wohl niemals so "gewürdigt", wie es heute, nach Shades of Gray geschieht. Die Peitsche auf dem Frauenpo hat, erstaunlich genug, seit Jahren und lange vor dem "Vulkanausbruch", wie ich Shades of Gray nennen möchte,  einen stark wachsenden weiblichen Fankreis.

So manche Protagonistin behauptet gar, dass jede zweite (westliche?) Frau dieser – inzwischen salonfähigen normalen Varianz der menschlichen Sexualität mehr oder weniger huldigt oder zumindest nicht abgeneigt ist – wenngleich viele Männer noch mit Unverständnis reagieren und Abnormität wittern. Frauen scheinen weniger ängstlich in offener, so scheint es zumindest, denn insbesondere die Verkaufszahlen von Büchern, bei denen die Frau "Opfer" der Flagellation etc. wird, sind auch schon vor "Shades of Gray" permanent gestiegen und eindeutig stecken weiblicher Käufer dahinter. (Es wurde ja auch Zeit, dass langweilige Pornos durch Besseres abgelöst wird.)

Dieser Roman ist kein Nachahmer, vielmehr ein hervorragend übersetztes und sprachlich weitaus besseres "Shades of Gray". 

Das englische Original stammt wohl aus dem frühen 20. Jhd. und dürfte heute, wenn man so will, im fortgeschrittenen "Prozess der Zivilsation", einige Kritik einstecken, bleiben doch auch Züchtigung als Erziehungsmethode, oder wie auch immer, nicht aus.

In kurzen biografischen Ableitung der weiblichen Protagonistin wird die Vorliebe für die Peitsche aus deren Gewalterfahrungen abgeleitet. Der Roman hat jedoch den Vorzug, daraus keine billigen pädagogischen Schlüsse zu ziehen. 

So kommt sowohl der begeisterte Liebhaber von Peitschenspielen als auch der moralinsaure Kritiker auf seine Kosten, hat Letzerer doch Gelegenheit reichlich Munition darin zu sammeln.

Hier nun ein kleiner Ausschnitt aus dem knapp 300-Seiten-Roman, auf den der Zettner-Verlag besonders stolz ist:

Peitschenspiele-Auszug

Eric Cobman

„Ach nein — in ein paar Minuten ist alles wieder in Ordnung“, sagte ich. „Komm doch, mein Liebling, lass mich bleiben und dir zeigen, wie sehr ich dich liebe“, und ich richtete es so ein, dass ich meinen Arm um sie legen und sie zu mir herüberdrehen konnte.

Sie ließ sich zwar küssen, aber sie hielt dabei ihre Lippen so fest geschlossen, dass ich ihr meine Zunge nicht in den Mund schieben konnte. Ihr Körper war ganz steif und gar nicht mehr weich und fügsam wie vorhin.

Dennoch wurde ich kühner, liebkoste ihre Brüste und begann auch wieder ihren Unterrock zu heben. Es schien, als würde sie es gar nicht bemerken. Doch dann, als ich ihre Schenkel entblößte, um mich wieder mit ihren hübschen Härchen auf dem kleinen Hügel zu befassen, schlug sie mir auf die Hand und entwand sich meiner Umarmung.

„Gut“, sagte sie vollkommen ruhig. „Du kannst bleiben. Aber für deine Ungezogenheit musst du bestraft werden. Wirst du aber auch alles tun, was ich dir sage? Und wirst du dich auch meinen Strafen unterwerfen?“

Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht, was eine Flagellation ist. Ich hatte wohl gehört, dass ältere Männer manchmal eine Rute brauchten, um sich zu erregen, aber mehr wusste ich auch nicht.

So sagte ich nun: „Strafe mich, soviel du willst, aber lass mich bei dir bleiben. Und sei versichert, dass es mir leid tut und dass ich dich liebe.“

„Gut“, antwortete sie. „Und nun geh hinter den Paravent!“

Sie zeigte auf einen chinesischen Wandschirm, der in der Ecke stand. Ich gehorchte, während sie nach dem Mädchen läutete.

Juliette erschien. „Nimm die Tassen mit hinaus und bring mir mein Lederköfferchen.“

Ich vermeinte, Juliette kichern zu hören, war aber nicht sicher. Nach einer kleinen Weile kam sie zurück und flüsterte auf Madame ein.

„Ja, sehr“, erwiderte diese. Erneutes Flüstern; dann Madame: „Oh, hat er das wirklich gemacht? Schön — wir werden sehen.“

Sie befahl mir, hinter dem Wandschirm hervorzukommen und ich gehorchte. Ich muss ziemlich dumm ausgesehen haben, so ohne Hose. Trotzdem verzog Mrs. Harcourt keine

Miene, sie sah streng und zornig drein. Ich wollte mich an sie wenden, aber sie bedeutete mir mit einer herrischen Geste stehenzubleiben. „Du hast mir versprochen, alles zu tun, was ich von dir verlange?“

„Alles“, antwortete ich.

„Sehr gut. Dreh dich um und lege deine Hände auf den Rücken.“

Ich gehorchte.

Sie öffnete den kleinen Koffer und nahm irgendetwas heraus. Ich spürte etwas Kaltes um meine Handgelenke und hörte ein Schnappen. Ich versuchte meine Arme zu bewegen, musste aber überrascht feststellen, dass das nicht möglich war: Sie hatte mir Handschellen angelegt. Ich war so perplex, dass ich nicht einmal etwas sagen konnte.

„Knie nieder“, sagte sie.

„Warum?“ fragte ich.

„Du hast versprochen, alles zu tun, was ich dir sage!“ wiederholte sie.

Ich kniete mich ungeschickt nieder, meine Fesseln waren dabei ziemlich hinderlich. Endlich hockte ich am Boden, dicht vor der großen Couch.

Nun nahm Mrs. Harcourt ein Tuch und band es mir vor die Augen. Das alles war mir unheimlich, aber ich sagte nichts. „Nun“, meinte Mrs. Harcourt, als sie mich so hilflos und blind vor sich knien sah, „du hast etwas sehr Ungezogenes und Schmutziges getan und musst dafür bestraft werden. Tut es dir leid?“

Ich war nahe dran zu sagen: „Wenn du es so willst“, als ich etwas durch die Luft sausen hörte. Gleich darauf war mir, als stächen hundert Nadeln in mein Hinterteil. Es war so überraschend, dass ich einen Schrei ausstieß.

Ein lustvoller Seufzer war die Antwort. Ich fühlte eine Hand in meinem Nacken — sie presste meinen Kopf auf die Couch.

„Tut es dir noch immer nicht leid — eh?“ wiederholte sie; noch ein Schlag klatschte auf meinen Popo.

Ich war noch nie so gezüchtigt worden, in der Schule hatte man lediglich einen Rohrstock benutzt. Und ich konnte mir sehr gut vorstellen, welches Instrument sie nun verwendete.

„Wirst du den Mund aufmachen? Tut es dir nun leid?“ Wieder sauste die Rute durch die Luft. Ich versuchte zu fliehen, aber meine gefesselten Hände hinderten mich daran; außerdem drückte mich ihre Hand immer noch gegen die Couch.

„Wirst du wohl unten bleiben? Oder soll ich Juliette zu Hilfe holen? — Antworte endlich — tut es dir leid?“

In diesem Augenblick traf mich die Rute genau zwischen den Beinen. Der Schmerz war fürchterlich.

„Ja, ja!!“ schrie ich.

„Wirst du es noch einmal machen?“ — wisch — wisch . . . „Nein!“

„Was hast du getan? Gestehe!“

Ich schwieg. Ich fühlte mich zornig und beschämt zugleich, ich konnte einfach nicht reden.

„Gestehe!“ — wisch — wisch — wisch . . .

„Ja, ich sag‘s ja schon!“

„Also, was war es?“ „Ich hab‘s dir in den Mund gespritzt!“ sagte ich zögernd. „Und was noch“ — wisch — „was noch?“

„Ich weiß nicht.“

„Hast du nicht gesagt, dass ich es so gewollt habe?“

„Ja.“

„Gut — dann gesteh‘s ein!“

„Ich habe gesagt, du willst es so.“

„Ah!“ Und wieder sauste die Rute.

Ich war vor Schmerzen halb verrückt — ich musste mich einfach befreien. Ich trat und ruderte und kämpfte so lange, bis mir die Binde von den Augen fiel.

Ich habe noch nie eine Frau gesehen gehabt, die sich innerhalb kurzer Zeit so verändert hatte wie sie. War sie vorher hübsch gewesen, so strahlte sie jetzt förmlich vor Schönheit. Ihre Augen funkelten und ihre Wangen waren gerötet. Beim Ausholen mit der Rute war ein Träger ihres Hemdes gerissen; nun war die rechte Brust entblößt und ragte prall und voll hervor.

Bewundernd sah ich sie an. Obwohl sie mich beleidigt und gedemütigt hatte — nun war ich doch wieder von ihrer Schönheit hingerissen. Sie bemerkte meinen Blick.

„Warum hast du dich befreien wollen?“ fragte sie. „Ich bin noch lange nicht fertig!“

„Ist es noch immer nicht genug?“ fragte ich sie. „Schließlich habe ich doch gesagt, dass es mir leid tut, und ich habe auch meine Fehler zugegeben!“

„Du hast also nichts mehr zu gestehen?“

„Nein!“

Sie läutete.

„Aber du wirst doch nicht wollen, dass mich jemand so sieht?“ rief ich.

Sie gab keine Antwort. Die Tür ging auf und Juliette erschien.

„Komm her, Juliette“, sagte sie. „Du siehst diesen Herrn hier. Sage ihm, was du mir vorhin erzählt hast!“

Juliette sah mich an und lächelte — das spöttische Lächeln von vorhin.

„Als ich den Hut dieses Herrn an den Haken hängen wollte, hat er mir seine Hilfe angeboten. Und dabei hat er mich dann geküsst und meine Brust gestreichelt und versucht, mir unter den Rock zu greifen“, berichtete sie.

„Du falsche Katze“, sagte ich.

„Ist das wahr?“ fragte Mrs. Harcourt. „Antworte!“

Und wieder sauste die Rute auf meine Schenkel. Der Hemdzipfel verrutschte und gab John Thomas den Blicken frei. Ich konnte vor Scham nichts sagen.

„Wirst du mir wohl antworten!“ Wieder und wieder sausten die Schläge.

„Gut“, sagte ich. „Wenn ich das getan haben soll, dann kann ich aber auch einiges über sie erzählen!“

„Oh, wirklich?“ sagte Mrs. Harcourt, während mir Juliette einen bösen Blick zuwarf. „Aber das können wir auch später untersuchen. Gib mir die Schnur, Juliette!“

Juliette ging zum Koffer, nahm eine lange Schnur heraus, die in einer Schleife endete. Bevor ich wusste, wie mir geschah, hatte sie die Schlinge über meine Knöchel gelegt und zugezogen. Nun war ich völlig hilflos.

 

„Nun, Juliette“, sagte die Herrin. „Da du es warst, die beleidigt wurde, ist es nur gerecht, wenn auch du es nun bist, die ihn bestraft!“

… 

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